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Logbuch und Protokoll QWSS-Testflug eins

Bericht erster Testflug eines Raumschiffes mit QWSS-Antrieb, USS Elbe am 25.11.2376, 16:41 Uhr.

Nachdem die USS Curie die Zielkoordinaten und damit den zuvor berechneten Ausgangspunkt des Testflugs erreicht hat, und in einem Missionsbriefing der genaue Ablauf des Testflugs geklärt wird, begibt sich das Flugteam des ersten Testflugs an Bord der USS Elbe. Beteiligt sind: Lt. Sias (Conn), PO Castle (Wissenschaft), PO T'Aloviks (Technik) und Cdt. Jedatha (Ops).

Preflight

Die USS Elbe verlässt den Hangar der USS Curie und begibt sich an die Startkoordinaten. Starbase 514 und USS Curie erteilen Starterlaubnis. Der QWRE wird in Pulsungslage gedreht. Die Energiesysteme der Benomit-Mara werden auf volle Leistung gebracht. Die Startup-Checkliste wird abgearbeitet. Ergebnis: Alle Systeme innerhalb der normalen Parameter.

Testflug USS Elbe

Die USS Elbe beschleunigt auf vollen Impuls, beginnt mit dem Abstrahlen der Gravitontrichter und SSS und erzeugt so einen Subraumtunnel. Der QWRE pulst die ersten Ringe in den Tunnel. Eine statische Warpblase wird um das Schiff herum aufgebaut. Das KKF erfasst die USS Elbe und bringt das Schiff in den QWSS-Kanal. Die Geschwindigkeit erhöht sich in der 30 sekündigen Beschleunigungsphase kontinuierlich bis aus einen Wert von 1 TV. Die Geschwindigkeit wird bis zum Ende der ebenfalls 30 sekündigen Flugphase konstant gehalten und reduziert sich danach in einer 15 sekündigen Bremsphase auf 0 km/h. Während der gesamten Flugdauer von 1:15 legt die USS Elbe eine Distanz von 0,2395 LJ zurück.

Der erste Testflug eines Raumschiffes mit der Geschwindigkeit von 1 TV kann somit als erfolgreich eingestuft werden!

Flug USS Curie

Nach der Aktivierung des Antriebs der USS Elbe und deren Eintritt in den QWSS Kanal beschleunigt die USS Curie auf Maximum-Warp und setzt Kurs auf die vereinbarten Ziel-Koordinaten zum Rendezvous mit der USS Elbe. Aufgrund der Geschwindigkeitsdifferenz zwischen QWSS und Warp benötigt die USS Curie für dieselbe Distanz 30 Minuten. Die USS Curie trifft an den Zielkoordinaten ein und nimmt die USS Elbe an Bord, nachdem dort der QWRE in Normalfluglage gedreht und alle Systeme deaktiviert worden sind.

Fluganalyse QWSS

Während des Fluges kam es an Bord der USS Elbe zu einem Systemausfall der Subraum- und Langstreckenkommunikation. Nach einer Untersuchung ist diese Fehlfunktion auf eine unvorhergesehene Spannungsspitze in der Energieversorgung zurückzuführen, die nicht durch den Energiedämpfer des Haupt-Plasmasystems gefiltert werden konnte. Diese Fehlfunktion ist jedoch von untergeordneter Bedeutung und konnte entsprechend behoben werden.

Weiterhin kam es zu einigen Grenzwertüberschreitungen in den QWSS-Systemen. Den Sensor-Messwertaufzeichnungen (XLS - 27 KB) der Operations-Sensorenroutinen sind die entsprechenden Überschreitungen zu entnehmen. Im folgenden konnte die Fehlfunktion rekursiv wie folgt analysiert werden:

 
  • Der Quantenplasmaleiter, der den SSD mit Energie versorgt, erfüllt nicht die Kapazitätsanforderungen des SSD und wird ineffizient mit Energie versorgt. In Folge dessen ist ab Zeitindex 00:35 ein Rückgang der Slipstream-Abstrahlfrequenz zu registrieren.
  • Nach Zeitindex 00:40 unterschreitet die Abstrahlfrequenz die kritische Marke von 2,87E+05 THz.
  • Die Kompensationssysteme steuern gegen und gleichen den Plasmamangel durch eine Reduktion des Marko-Reaktionsverhältnisses aus: Die Antimaterieeinspritzung wird erhöht, das Reaktionsverhältnis sinkt ab Zeitindex 00:45.
  • Gleichzeitig verschlechtert sich durch die erhöhte Antimaterieeinspritzung der Brechungskoeffizient, da der Benomitkristall weniger stabil auf Antimaterieeinspritzung reagiert.
  • Zeitverzögert, nach Zeitindex 00:45 steigt dadurch die Quantenplasmaenergiedichte. Das Plasma wird energetischer.
  • Die Slipstream-Abstrahlfrequenz verringert sich weiterhin bis zu einem Tiefpunkt von 2,80E+5 nach Zeitindex 00:45.
  • Durch die zu geringe Energiespeisung des SSD beginnt das Runabout nach Zeitindex 00:45, aus dem Subraum zu gleiten. Der SSD wird nicht ausreichend mit Energie versorgt, die Subraumebene verringert sich.
  • Das Marko-Reaktionsverhältnis sinkt weiter, bei Zeitindex 00:50 liegt das Mischungsverhältnis bei 1 zu 9,6.
  • Jetzt reagiert der SSD auch auf die Veränderung der immer steigenden Energiedichte. Er wird wieder ausreichend mit Energie versorgt, der Verlust durch die nicht kompatiblen Plasmaleitungen kann umgangen werden.
  • In Folge dessen fällt das Runabout ab Zeitindex 00:50 wieder auf die korrekte Subraumebene zurück, der Flug kann wie geplant fortgesetzt werden.
  • Der Benomitkristall reagiert jedoch empfindlich auf die nach wie vor erhöhte Antimaterieeinspritzung, der Brechungskoeffizient verschlechtert sich weiterhin.
  • Bei Zeitindex 01:05 unterschreitet der Koeffizient den Grenzwert von 0,47
  • Da der Flug planmäßig bei Zeitindex 01:15 beendet wird, endet der Rückgang des Brechungskoeffizienten bei Zeitindex 01:15 bei 0,17. Die kritische Marke von 0,1, die ein Bersten der Kristallstruktur mit sich führt, wird nicht erreicht.

Zusammenfassung: Die Plasmaleiter liefern nicht ausreichend Energie um den Slipstreamdeflektor zu versorgen. Daher fällt das Runabout langsam aus der Subraumebene, bleibt jedoch aufgrund der Kompensationsmaßnahmen des Computers gerade innerhalb der Toleranz. Diese Maßnahmen sehen so aus, dass die Antimaterieeinspritzung erhöht wird: Die Plasmaleiter sind weiterhin unzureichend, da die Energie durch erhöhte Antimateriezuführung jedoch hochpotenter wird, bekommt der Deflektor wieder ausreichend Energie, die Subraumebene stabilisiert sich. Jedoch reagiert der Benomitkristall empfindlich auf die erhöhte Antimaterieeinspritzung. Der kritische Punkt wird nicht erreicht, wäre der Flug jedoch weitere 10 Sekunden verlängert worden, wäre es zum Bersten der Benomitstruktur gekommen.

Diese These wird bestätigt durch Haarrisse, Mikrobrüche und Frakturen aufgrund von Überlastung in beiden Quantenplasmaenergieleitungen zum Slipstream-Deflektor, die bei einem verifizierenden Scan festgestellt werden.

Nach der vollständigen Analyse des Flugverlaufs werden die Quantenplasmaenergieleitungen durch kapazitätsreichere Leitungen ersetzt. Nach einer Umfangreichen Analyse ergeben sich keine dauerhaften Schädigungen im Benomitkristall. Bei einer erneuten Verwendung des Kristalls mit einem normalen Reaktionsverhältnis ist der Benomit erneut zu verwenden.

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Logbuch der USS Elbe, PO T'Aloviks (Auszug)

 

 

"Nicht mehr vollständig im Zeitplan startet der erste Testflug der USS Elbe mit einer gewissen Verzögerung. Die USS Curie hat die Zielkoordinaten bereits erreicht. Bevor das Testteam an Bord gehen kann, werden wir durch einen weiteren sozialen Zwischenfall aufgehalten: Lt (jg) Mulligan übergibt mit eine Flasche alkoholhaltigen Inhalts, dessen Abfüllungsjahr meinem Geburtsjahr entspricht. Glücklicherweise realisiert kein anderes Crewmitglied, das sich dieses Geburtsjahr in diesem Jahr zum sechzigsten Mal jährt, eine soziale Zusammenkunft zur Zelebrierung dieses Ereignisses bleibt mir demnach hoffentlich erspart. An dieser Stelle bestätigt sich, dass meine Bemühungen, meinen exakten Geburtstag nicht in die Sternenflottenakte aufnehmen zu lassen, gerechtfertigt waren.

Ich werde dazu angehalten, das alkoholhaltige Getränk über den QWRE der USS Elbe zu gießen, was ich durchführe. Nach dieser Verzögerung kann der Flug wie geplant starten."



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Logbuch der USS Curie, PO T'Aloviks (Auszug)

 

Der Testflug ist abgeschlossen. Wir haben die Geschwindigkeit von 1 TV erreicht! Obwohl es einige technische Probleme gab, kann das Projekt zum jetzigen Zeitpunkt als erfolgreich eingestuft werden.

Die Tragweite dieses Ereignisses ist schwer in vollem Umfang realisierbar. Wir waren an Bord der USS Elbe schneller, als jedes Schiff der Föderation zuvor. Die Crew der USS Exeter wird aufgrund dieses Ereignisses in die Geschichte der interstellaren Raumfahrt eingehen. Die Namen der Testcrew könnten in Zukunft in einem Atemzug mit denen Zefram Cochranes und Henry Archers genannt werden. Der erste Meilenstein in Bezug auf die Rettung einer im Deltaquadranten gestrandeten Raumschiffcrew ist gelegt. Für mich persönlich muss zur Liste hinzugefügt werden, dass ich in der Lage war, das Projekt meines Vaters zu einem erfolgreichen Ergebnis zu bringen. Nicht nur seine jahrelangen Bemühungen, sondern auch die Anstrengungen seines Forschungsteams und das der USS Exeter waren gerechtfertigt. Ich konnte das, was man als seine Hinterlassenschaft, sein Erbe bezeichnen konnte, vollenden. Obwohl mir derartige Gefühlsausdrücke natürlich vollkommen fremd sind, gehe ich davon aus, dass ich momentan eine positive Gesamtempfindung verspüren würde, wenn ich nicht den Lehren Suraks treu wäre.

 

Links und Downloads
Download Messwerte erster Testflug (XLS - 20 KB)
Messwerte des ersten Testflugs