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Weiterentwicklung des QWSS-Antriebs

Nach der Präsentation des Antriebskonzeptes im März 2376 auf Basis des Wissenschaftlichen und Technischen Handbuches startete das QWSS Projekt als groß angelegtes Forschungsprojekt. Zum einen sollte das Konzept umgesetzt und realisiert werden, zum anderen galt es aber auch, Schwachstellen und Probleme zu beseitigen und weitere Denkanstöße zur Weiterentwicklung zu geben. Folgende Aspekte sind im Rahmen der neunmonatigen Entwicklungsphase in das Projekt eingeflossen.

1. Verringerung der strukturellen Belastung

Lt (jg.) Eljas Tohkinen

Bei der Beschleunigung durch die QWR, insbesondere beim Übergang in den ersten Ring erfährt das Schiff (im Besonderen die Trägerkonstruktion der QWRE) eine enorme Belastung von 9 x 1010 TN. Um diese Belastungen abzufangen und eine einwandfreie strukturelle Integrität zu gewährleisten wird eine statische Warpblase um das Schiff erzeugt. Die Warpblase reduziert die Masse und Belastung, die auf das Runabout wirkt und ermöglicht sanftere Übergänge in den QWSS und heraus. Die Warpblase wird dabei wie ein Gummiball in den Ring gezogen (in die Länge gezogen), schmiegt sich quasi um das Schiff und nimmt so alle stoßartigen Kräfte auf das Schiff auf.

Im Allgemeinen gilt:

Kraft = Masse x Beschleunigung

Die Beschleunigung muss als konstant und unveränderlich angenommen werden. Durch eine Warpblase wird die Masse des Schiffes soweit reduziert, dass die starke Beschleunigung soweit kompensiert wird um strukturelle Schäden an dem Schiff zu verhindern.

Mit einem Warpfeld der Stärke ~510 Cochrane werden die Kräfte soweit reduziert, dass die maximal zulässige Spannung um 15 MN/mm² unterschritten wird.
Somit wird eine ausreichende Dauerfestigkeit der Schiffkomponenten gewährleistet.

2. Puffer-Energieerzeugung durch Dilithium-MARA

Lt (jg.) Eljas Tohkinen

Da sowohl die Energieerzeugung mittels Benomitkristall als auch der Antrieb selbst sehr experimentell sind, ist das Risiko eines Systemfehlers oder Ausfall nicht gering. Selbiges gilt für den Prozess der Herunterpotenzierens des Quantenplasmas. Um das Risiko abzufangen und die Energieerzeugung für die restlichen Systeme stabil zu halten, wird parallel zur Benomit-Micro MARA eine weitere Dilithium-MARA eingebaut, die die Warpenergie für die Warpblase und die anderen Systeme erzeugt. Das System ist seit Jahren erprobt und stabil und sorgt somit für hohe Ausfallsicherheit. Im Falle eines Systemfehlers kann die Warpblase die strukturellen Belastungen abfangen und verhindert den schlimmsten Schaden.

3. Strukturelle Verbesserungen am QWRE

Die physikalisch nötige Konstruktion des QWRE als kreisrundes Segment im äußersten Perimeter des Runabouts bildet eine strukturelle Schwachstelle. Dieser Punkt ist äußerst anfällig für Torsion, Vibration und mechanische Einwirkung. Bei der Verbesserung der strukturellen Integrität des QWRE ist die Verbesserung in Pulsungslage und Normalfluglage zu unterscheiden.

3.1 Verbesserungen der strukturellen Integrität in Normalfluglage (QWRE um 73° gekippt, deaktiv)

Cmdr. Thomas Stafford

Der QWRE sollte so ausgeführt werden, dass er während des normalen Fluges nicht nur um 73° gekippt, sondern auch seitlich in dafür vorgesehene Buchten an das Schiff herangezogen werden kann. Dies erhöht die Flexibilität und Beweglichkeit im Flug und schützt den Emitter.

Lt. (jg.) McCullum

Darüber hinaus könnte der QWRE vierteilig konstruiert werden, um die Unterbringung am Schiffsrumpf zu erleichtern und einen variablen Durchmesser zu erhalten. Bei diesem Konzept müsste die Energie pro QRE erhöht werden, um das Überspringen eines Lichtbogens in vier Lücken statt bisher zwei Lücken zu ermöglichen.

3.2 Verbesserung der strukturellen Integrität in Pulsungslage (QWRE um 0° gekippt, aktiv)

Cdt. Inoi Jedatha

Die Energiezufuhr muss lediglich in Pulsungslage möglich sein. Eine Drehdurchführung für das Quantenplasma ist demnach nicht notwendig und zu aufwändig. Stattdessen sollten die QPL nach dem Ausfahren des QWRE in Pulsungslage separat über eine kurze Teleskopverbindung konnektiert werden.

Lt. Eljas Tohkinen

Herkömmliche Traktoren zur Erhöhung der strukturellen Integrität wie in einem Raumschiffsrumpf können aufgrund des großen Radius nicht innerhalb des QWRE untergebracht werden. Hier ist jedoch eine externe Anbringung möglich. Auf dem Schiffsrumpf werden auf der inneren Kreisbahn des QRE Traktoremitter angebracht, die beim aktivierten QWRE eine Verbindung zum Emitter herstellen und ihn stabilisieren. Das Verfahren ist vergleichbar mit den Speichen eines Rades.

4. Sensoring

Im Bereich des Sensorenscans bestand bis zum Schluss Unklarheit darüber, ob ein Scan aus dem QWSS-Tunnel heraus in den Normalraum möglich sei oder nicht.

Lt. (jg) Eljas Tohkinen postuliert, dass es noch keine Sensoren gibt, die aus dem tiefen Subraum heraus oder in ihn hinein scannen können. Folgerung ist, dass der Flug als Blindflug durchgeführt werden muss und somit die Astrometrie absolut exakt berechnet werden muss. Der entsprechende Sektor sollte für den Flugverkehr gesperrt werden. Atomare und Subatomare Teilchen sollten durch die tiefe Ebene des Subraums keine Auswirkungen auf das Schiff haben und somit für die Kursauslegung irrelevant sein.

Cdt. Inoi Jedatha stellt dagegen, dass die Verbindung zwischen tiefem Subraum und Normalraum durch eine Art Verbindungsröhre möglich sei, die als Rest des SSSF nach dessen Kollaps überbleibt und für einen Scan auf verminderter Bandbreite ausreichend sein sollte.

Lt. (jg) Siloks Ansatz beruht auf Phasenverschiebung. Seiner Idee zufolge kann zwar nicht nach vorne und hinten, wohl aber seitwärts zwischen den QWR hindurch in den Normalraum gescannt werden. Dazu werden die Sensorensignale um eine halbe Phase verschoben zu den Slipstreamwellen ausgesendet und können somit die Impulse die Subraumbarriere noch während sie geformt wird leichter durchdringen.