Kippsattelauflieger

Kurz nach seinem Erscheinen hatte ich das Glück, den neuen Kippauflieger-Bausatz von Carson/Veroma testen zu dürfen. Es war eines der ersten Tamiya-Baustellenfahrzeuge und damit ging so langsam der Modellbaustellen-Hype los. Nach einem gründlichen Test des Aufliegers steckte ich noch viele Stunden in die Verschönerung und in technische Details. 

Bausatz

Der Rahmen besteht aus gefrästen Aluminium-Teilen, die gemäß der Anleitung miteinander verschraubt wurden. Die Achsen des Kippers sind einzeln aufgehängt und als Luftfederung ausgeführt. Die Luftfedern sind Gummibälge, die eine gewisse Federbewegung der einzelnen Achsen ermöglichen.Die Kippmulde besteht aus PVC-Platten, die mit einem geeigneten Klebstoff (PVC-Tangit) miteinander verklebt werden. Die Stabilität ist bemerkenswert. Trotz intensiver Versuche 🙂 ist im Betrieb keine der Klebeverbindungen gebrochen.Der Kippantrieb wird über eine mechanische Spindel ausgeführt. Sie ist recht weit hinten in der Nähe
des Drehpunktes an eine Hilfsplatte befestigt. Eine solide Kinematik
bewegt diese Hilfsplatte auf- und ab.

Testbericht: Carson Kippauflieger
4,0 MB - 41 mal heruntergeladen
Artikel aus TRUCKmodell Heft 4 2009

Langzeit-Test

Zunächst habe ich den Kipper einigen Tests unterzogen, um ihn auf Herz und Nieren zu prüfen. Auch eine massive Überladung (20 kg, der Hersteller gibt 10 kg vor) führte zu keinerlei Beschädigung. Ich befand, dass der Bausatz eine gute Basis ist, um daraus ein individuelles Modell für den eigenen Fuhrpark zu machen.

 

Ergänzungen am Kipper-Bausatz

Elektrik

Sämtliche elektrische Funktionen des Aufliegers sollten optisch versteckt werden. Für die benötigten Schalter etc. entwarf ich daher eine Konsole, die im Werkzeugkasten am Fahrzeugrahmen verborgen werden kann. Links ist der Hauptschalter zu sehen. Daneben die Ladebuchsen, welche
inzwischen nicht mehr benötigt werden, da der Kipper nun einen
wechselbaren Lipo-Akku hat. Der Kippschalter dient zum manuellen Steuern der Sattelstützen. Der Schiebeschalter rechts überbrückt
die ferngesteuerte Betätigung der Mulde und bewegt diese manuell
hoch oder runter.

In einer Werkzeugkiste am Fahrzeugrahmen wird die Konsole untergebracht und mit einem Deckel versteckt. Am Heck werden die entsprechenden Rückleuchten montiert und die Leitungen dafür durch Schrumpfschläuche auf die Innenseite des Rahmens geführt.

Die weiteren Teile der Elektrik kommen im vorderen Bereich zwischen dem Rahmen unter. Neben einer Verteilerklemme sitzt hier der Fahrregler für den Kippantrieb und das Servonaut AMO. Es empfängt von der Zugmaschine per Infrarot die Schaltbefehle für die Beleuchtung, steuert die Kippspindel und auch die Sattelstütze.

An der Plattform ist noch ein kleines Accessoire vorgesehen: Ein Rohr als Halterung für eine Schaufel und einen Besen. Im Fuß des Rohrs stecken dabei zwei LEDs: Eine als Einschaltkontrolle, die andere stammt vom LiPo-Saver und blinkt, wenn die Spannung des Lipo-Akkus zu gering ist und die tödliche Tiefentladung droht. Die LEDs strahlen von unten gegen die Schaufel und sind so gut zu erkennen, aber dennoch unauffällig.

Gegengewicht

Beim Kippen ergab sich das Problem, dass der Sattelzug hin und wieder nicht mehr gut von der Stelle gekommen ist. Da durch das Abkippen der Ladung der gesamte Druck auf der Hinterachse fehlt, mangelte es von daher am nötigen Vorschub. Eine gegossene Bleiplatte direkt über dem Königsbolzen reduzierte das Problem.

 

Notentriegelung

Als ein Manko des Carson-Kippers empfand ich, dass die Mulde fest mit der Kippspindel verbunden ist. In der Fahrpraxis passiert es aber immer wieder, dass man auch mal von Hand die Mulde entleeren muss. Sei es bei einem leeren Akku, technischen Problemen oder warum auch immer. Bei der fest angeschraubten Mulde ist das nur durch ein Kopfüber-Auskippen des gesamten Aufliegers möglich wozu dieser noch darüber hinaus abgesattelt werden muss. Zugegebenermaßen sieht es darüber hinaus auch ziemlich albern aus. Daher wollte ich eine Notentriegelung zwischen Spindel und Mulde.

Realisiert wurde diese durch eine rechteckige Alu-Zwischenplatte, die auf die Lagerböcke der Kippmechanik geschraubt wird. An den Enden der Zwischenplatte ist je ein Möbelverbinder angeschraubt. Die Gegenstücke dazu kommen an die Mulde. Über die Zwischenplatte und die beiden Verbinder ist die Kippmechanik normalerweise kraftschlüssig mit der Mulde verbunden. Durch einfaches Anheben der Mulde lösen sich die Verbinder jedoch und die Ladung kann problemlos von Hand abgekippt werden.

Regelmäßig ist das übrigens ein ziemlicher Aha-Effekt, wenn man beim manuellen Kippen merkt, mit welchem Gewicht man gerade mit seinem Modell unterwegs ist.

 

Sattelstützen

Bei den Sattelstützen sollte es dieses Mal eine einfache Lösung sein. Hatte ich zumindest zunächst vor. Zwei quer im Rahmen liegende Servos
schieben über je eine Stange die Stempel der Bausatz-Sattelstützen
raus oder ziehen diese rein.
Im ausgefahrenen Zustand stützen sich die Hebel der Servos am Rahmen ab. Das nimmt einen großen Teil der Kräfte, die auf den Servo wirken. Die Stellmotoren müssen auf diese Weise also nicht das gesamte Gewicht kontinuierlich drücken. Dennoch sollte der Auflieger nicht beladen abgesattelt werden. Das ist beim Original übrigens nicht anders…

 

Seitenbeschriftung

Auf die Seitenflächen der Kippmulde kamen noch zwei Seitenplatten, die später den Schriftzug meiner Modellspedition bekommen sollten.
Diese wurden als Klebefolie geplottet und auf die lackierten Seitenplatten geklebt. Zunächst hatte ich etwas Sorge, dass die Platten im rauen Baustellenalltag schonmal eine Kollision bzw. Hängenbleiben mit einem Baggerlöffel erleben müssten und hatte daher die Idee, diese per Magnethalterung umzusetzen. Nach der Lackierung stellte sich aber heraus, dass meine eingebauten Magneten dann doch zu schwach waren und ich entschied kurzerhand, die Platten anzukleben.

Bis heute hatte ich Glück und habe keinerlei Unfall mit Baggerlöffel an dieser Stelle zu vermelden…

Um die Klebefolie trotz der rückseitigen Magnethalterungen mit einem Rakel im Naßklebeverfahren aufbringen zu können, habe ich eine kleine Halterung aus Holz gebaut, um vernünftig arbeiten zu können. Leider hat das Ganze trotzdem nicht geklappt und der erste Satz der geplotteten Klebefolien landete verhunzt im Müll. Oh man, war ich sauer… 😉

 

Hydraulikzylinder-Attrappe Version 1

Ein kleines optisches Manko des Bausatzes war für mich die Hydraulikzylinder-Attrappe, die bei gekippter Mulde einfach lose in der Luft baumelte. Hier wollte ich gerne einen Fake-Zylinder. Die Lösung ist zugleich eine Homage an die Zeit der 40 MHz-Funktechnik: Meine alte Senderantenne wurde auseinandergenommen und entsprechend gekürzt. Von den Kupferlaschen sind normalerweise zwei an jedem
Antennensegment eingehakt. Sie verhindern, dass die Antenne zu weit
auseinander gezogen werden kann. Damit das Ganze jetzt leichtgängiger
wird, kommt an jedem Ende je nur eine Lasche dran. Die Attrappe kommt an die Stirnseite der Mulde und wird unten drehbar gelagert.
Für die obere Befestigung wird der Kopf der Carson-Attrappe abgesägt und auf die Antenne geklebt. Dies wird nun mit den Kunststofflaschen der Mulde mit einem Bolzen oder einer Schraube verbunden.

Teleskop-Zylinder-Attrappe für Kipper
307,6 KB - 11 mal heruntergeladen
Artikel aus TRUCKmodell Heft 3 2013

 

Lackierung

Mit dem Thema Lackierung stehe ich auf Kriegsfuß.
Daher bat ich meinen Modellbaukollegen Frank Sündermann, mir den
Rahmen und die Mulde zu lackieren. Frank hat wieder einmal ganze Arbeit geleistet und eine wunderbare Lackierung geschaffen.

Neben einer perfekten Oberfläche zeichnet sich die Lackierung auch durch eine hohe Festigkeit bzw. Zähigkeit aus. Auch nach vielen Be- und Entladungen haben sich noch nahezu keine Abnutzungserscheinungen oder Kratzer am Lack gezeigt. Dabei warte ich doch regelrecht auf den „Used“-Look. Die Plattform bekam den Farbton „Hellrotorange“, um sich vom Blau der Mulde abzuheben.

 

 

Details

Nichts geht über schöne kleine Details an einem Modell. Ich spendierte dem Kipper sowohl den obligatorischen Feuerlöscher als auch einen Unterlegkeil. Auf den Bildern ist noch ein Highlight zu erkennen: Dies ist die Nachbildung der originalen Bedieneinheit, mit der der Fahrer z.B. die Federbälge einstellen oder den Hydraulikdruck ablassen kann.

Und natürlich gab es jede Menge Aufkleber. Sie wurden an einem Original-Kipper abfotografiert und von Frank Fechtner als Aufkleber gedruckt. Ich finde, erst durch solche Details wird ein Modell erst sehenswert. Firmenaufkleber, ein Kennzeichen und weitere
Aufkleber schmücken das Heck. An die hinteren Kotflügel kamen noch
Schmutzlappen mit den Speditions-Initialen.

 

Ergänzungen am Carson-Kipper
1,1 MB - 18 mal heruntergeladen
Artikel aus TRUCKmodell Heft 1 2013

Bilder

 

 

 

Neue Zylinderattrappe

Die Zylinderattrappe erwies sich ziemlich schnell als Hingucker. Während die einen fragte, ob das echte Hydraulik sei, erkannten die anderen sofort den Antennenursprung.

Ich war noch nicht ganz zufrieden mit dem Gesamtdurchmesser des Zylinders und die obere Halterung gab dann doch früher oder später den Geist auf.

Also ran an die Version 2 der Zylinderattrappe.

 

Für die abgebrochene Halterung griff ich zu zwei Aluwinkeln und baute eine neue Halterung, die an der kompletten Stirnseite des Kippers verschraubt wird. Sollte deutlich stabiler werden…

 

Schließlich bekam das Ganze eine mattschwarze Lackierung. Bei solchen Kleinteilen greife ich immer sehr gerne zu Emaille-Farben, die sich ohne Probleme und großartige Untergrundvorbehandlung verarbeiten lassen.

 

Neues Gegengewicht

Durch das veränderte Gelenk am Fahrzeugrahmen musste auch das Blei-Kontergewicht neu gefertigt werden. Dieses Mal wollte ich etwas professioneller beim Metallguss werden und baute zunächst ein Holz-Positiv. Zuerst probierte ich es nochmals mit meinem kleinen Lötbrenner und einer Sandform. Das Ergebnis war besser als die damalige Version mit Metallgussform, aber hatte noch Platz nach oben.

Ich besorgte Formsand, mit dem das Holz-Positiv abgeformt wurde. Das Blei wurde mit einem vernünftigen Gasbrenner verflüssigt und dann gegossen. Das Ergebnis spricht für sich und brauchte nur eine geringfügige Nacharbeit mittels Feile.

 

Felgen

Als kleines Detail nahm ich mir noch die Lackierung der Felgen vor und malte die Schrauben schwarz. Schließlich folgte noch ein Aufkleber auf dem Nabendeckel vom Hersteller BPW.

 

Akku und Stützenfeintuning

Nachdem ich, glaube ich, um die drei LiPo-Akkus in meinem Kipper vernichtet hatte, hatte ich kurzzeitig die Nase voll. Entweder sah ich das Blinklicht des Lipowarners nicht oder zu spät oder sonstwas. Auf jeden Fall entpuppte sich das mit der Tiefentladung der Lipos als tödliches Problem…

Außerdem gaben die (Billig-) Servos der Sattelstützen irgendwann den Geist auf. Obwohl ich die Servohebel sauber ausfahren ließ und die Kraft nicht über das Getriebe leitete, waren sie irgendwann hin. Ich steig zum einen auf hochwertige Powerservos um und baute zum anderen noch das Modul TRIM von Servonaut ein, mit dem ich die Servowege der beiden Stützenservos sauber einstellen konnte.

Das TRIM-Modul ist an dieser Stelle perfekt geeignet, um die beiden Servos genau und passend einstellen zu können. Hier ein paar Zeilen aus dem zugehörigen Truckmodell-Artikel von mir dazu:

TRIM ist […] nützlich, um Zusatzkanäle von Funktionsmodulen genauer einstellen zu können. Ausprobieren wollte ich das Ganze an den Sattelstützen meines Kippaufliegers, er ist per Infrarot mit der Zugmaschine verbunden. Dort hat der Fahrregler – ein M20+ – eine eigene Servoschaltfunktion für Sattelstützen. Diese wird gesteuert, indem man den Knüppel des Fahrreglers nach unten drückt und dann lang nach links oder rechts hält. Der Befehl „Stütze einfahren“ oder „Stütze ausfahren“ gelangt vom M20 per Infrarotsender AIR4 zum Auflieger und wird dort am Infrarot-Empfänger AMO in ein Servosignal umgewandelt. Allerdings gibt es für diese Funktion keinerlei Einstellmöglichkeiten an einem der Module – und am Sender ist hier ebenfalls nichts zu machen, da dieser Schaltkanal ja vom M20+ erzeugt wird und somit im Sender überhaupt nicht im Menü auftaucht. Also [ist] dies ein perfekter Kandidat für den Einsatz eines TRIM. Über ein Y-Kabel wurde der Schalt-Kanal für die Sattelstütze aufgeteilt, um zwei Servos für zwei Sattelstützen damit getrennt einstellen zu können. Aus dem Y-Kabel legte ich die Servoleitungen an die Eingänge A und B des TRIM. Da der eine Servo die Stütze nach links, der andere jedoch nach rechts drehen muss, wurde für einen der Kanäle „Reverse“ aktiviert. So fahren die Stützen gleichsinnig. Auch die Geschwindigkeit wurde noch reduziert, damit die Bewegung nicht schlagartig sondern vorbildgetreu etwas gemächlicher abläuft. Über den Servoweg konnte ich nun noch beide Stützen sehr genau justieren. Somit können sie vollständig aus- und einfahren, laufen aber nicht gegen den Anschlag, was den Servos auf Dauer den Gar ausmachen würde.

 

Trim und Card - Mehr Funktionalität fürs Servo
802,5 KB - 19 mal heruntergeladen
Artikel aus TRUCKmodell Heft 1 2014

 

Neue Sattelstützen

So richtig glücklich wurde ich mit der Servolösung an den Sattelstützen nicht. Die Einstellbarkeit mittels Trim-Modul von Servonaut war zwar gegeben, aber trotzdem gab es immer wieder Probleme mit der Lösung. Da kam es mir wie gerufen, dass Carson die motorisierten Stützen passend zum Kippauflieger auf den Markt brachte. Hier läuft in jeder Stütze ein senkrecht eingebauter Motor mit Spindel. Die Endlagensteuerung übernehmen Federn an den Enden, dadurch kann nichts blockieren oder beschädigen. In Kombination mit dem Kippauflieger waren noch kleine Verlängerungsröhrchen nötig, damit die Stütze im ausgefahrenen Zustand bis ganz nach unten reicht. Leider verliert man dadurch etwas Bodenfreiheit, die ich aber verschmerzen konnte.

Auf sicheren Beinen - E-Stützen von Carson
517,9 KB - 13 mal heruntergeladen
Artikel aus TRUCKmodell Heft 4 2015

 

 

Steuerung

In meinem Fall nutze ich einen Servonaut MF8 zur Steuerung der Motörchen. Hierfür war aber ein gewisser Kunstgriff nötig, da ich auch hier die oben schon beschriebene Stützenfunktion des M20+ verwenden wollte. Hierzu abermals ein paar Zeilen aus meinem TRUCKmodell-Artikel, die das System beschreiben:

Bei der Verwendung der Servonaut-Produkte AIR und AMO, zusammen mit einem passenden Fahrregler in der Zugmaschine (z.B. M20) ist das gesamte Auf- und Absatteln mit nur einer Schaltfunktion zu realisieren.

Der M20 bringt auf der Seite der Zugmaschine eine Funktion für die Sattelplatte mit sich. Hält man den Knüppel unten links bzw. rechts (Vorwärts und Rückwärtsgang) gedrückt, wird ein an den M20 angeschlossener Servo an der Zugmaschine betätigt, über den die Sattelkupplung geöffnet und geschlossen wird. Diese Schaltfunktion gelangt zusätzlich über die Infrarotstrecke auch in den Auflieger und betätigt dort am AMO den Servoausgang S4. Wird nun an diesen der besagte Motorschalter oder Mini-Fahrregler angeschlossen, wird zusammen mit der Sattelplatte an der Zugmaschine auch die Stützenfunktion am Auflieger betätigt. Da dies ein Zweistufen-Schaltkanal ist (linker Vollausschlag zum Einfahren und rechter Vollausschlag zum Ausfahren), muss noch irgendwie der Stützenmotor ausgeschaltet werden, nachdem die Endlagen-Feder angesprochen hat. Das AMO bringt hierzu eine Zeitsteuerung mit sich. Über diese kann eingestellt werden, wie lange der Motor an den Stützen laufen soll. Am besten justiert man diese Funktion so, dass die Stützen einige Umdrehungen in der Endfeder laufen, um ein wenig Puffer zu haben.

Ansich klappt das super. Allerdings gibts ein kleines Problem dabei, das bis heute ungelöst ist: In regelmäßigen Abständen vergisst das AMO die programmierte Zeiteinstellung. Das hat dann zur Folge, dass die Motordrehung nicht nach den eingestellten Sekunden gestoppt wird sondern sich unaufhörlich weiter und weiter dreht. Ein total merkwürdiges Verhalten, für das ich lange keine Erklärung hatte. Auch bei Servonaut fand man keine Lösung, obwohl es viele Versuche und diverse Ansätze mit Test-Software im AMO gab. Schlussendlich scheint die Ursache zu sein, dass die kleinen Motörchen nicht richtig entstört zu sein scheinen und dadurch elektrische „Spitzen“ in der Elektrik des Aufliegers entstehen, die zur Löschung des Speichers im AMO führen. Das Problem ist bis heute ungelöst an meinem Kipper. Entweder werde ich elektrische Endschalter einbauen oder die Stützen dann doch über einen eigenen Funkkanal bedienen. Mal schauen.

Elektrik

Im Zuge der Umrüstung der Sattelstützen strickte ich die Elektrik des Aufliegers noch einmal komplett um. Den MF8 für die Stützen hab ich schon erwähnt. Den recht großen, grünen Robbe-Regler für die Spindel tauschte ich gegen den MFX von Servonaut. Das TRIM-Modul konnte weichen, da ich ja jetzt nicht mehr mit Servos sondern Spindeln an den Stützen arbeitete. Und dann ging ich doch wieder den Schritt in Richtung LiPo zur Stromversorgung. Dieses Mal mit Platz für den akkustischen Lipowarner. Das alles wanderte in die Elektrik-Wanne zwischen dem Rahmen. Eine neue Riffelblechplatte sorgte dafür, dass man von außen nichts sieht, aber trotzdem ein schneller Zugriff auf den Akku möglich ist, da die Platte per Scharnier hochgeklappt werden kann.

Neue Regler braucht das Land
503,5 KB - 11 mal heruntergeladen
Artikel aus TRUCKmodell Heft 4 2015

 

Fertig!?

Für den Moment bezeichne ich meine Kippauflieger als fertig. Insgesamt ist es doch erstaunlich, wie viel Arbeit man dann doch am Ende in so einen Baukasten-Kipper stecken kann, der ja vermeintlich nicht viel kann bzw. können muss. Aber gerade hier hat sich auch gezeigt, wie rasant die Produktinnovation in unserer Szene im Moment voranschreitet und wie schnell immer maßgeschneidertere Produkte auf den Markt kommen. Sowohl die finalen Servonaut-Mini-Regler als auch die E-Stützen waren noch nicht verfügbar, als ich den Kipper ursprünglich aufgebaut habe. Und somit ist auch dieses Modell eine Art „Evolution“ durchlaufen. Wie man bei seinem Modell mit dieser Frage umgeht, muss man am Ende selber wissen. Immer alles wieder ausbauen, sobald neue, bessere Komponenten verfügbar sind? Oder irgendwann sagen ‚jetzt ist es fertig‘ und sich die neuen Produkte dann eher für neue Modelle merken…? Ich werde noch das Thema mit der Endabschaltung der Stützen angehen und dann einen Strich drunter machen. Denke ich. Mal gucken, was es dann noch so an neuen Speziallösungen gibt 🙂

Kommentare zu “Kippsattelauflieger

  1. Ich freue mich, endlich diese Website über meinen schönen Kippauflieger komplett in mein neues Webdesign übertragen zu haben.
    In dem Zuge habe ich auch gleich noch etliche Details ergänzt. Die Version 2 der Zylinderattrappe ist so bisher noch nicht gezeigt worden – weder hier noch in der TRUCKmodell.
    Wenn ihr Fragen habt, nutzt gerne die Kommentarfunktion hier!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.