Scale-Baustelle vs Eimer-Bagger

Modell-Bagger und Kipper beim Fahrtag

Eigentlich war es ein sehr schöner Fahrtag beim MTC Recklinghausen. In aller Ruhe baute ich meine Modell-Baustelle auf, stellte Verkehrsschilder und Warnbarken auf und unternahm halt alles, was ich für eine Scale-Baustelle sinnvoll fand. Um mich dann, mit den anderen Modellbauern, gemeinsam dem Bauauftrag zu widmen. Es gab einen gewissen Kipper-Mangel, daher dauerte es hier und da auch mal etwas. Aber halb so wild, denn anders als als auf dem 1:1-Bau ist das ja keine Lohnarbeit…

Die Spezies „Scale-Baustellen-Baggerfahrer“ kollidiert allerdings leider mit der Fraktion „Eimer-Bagger“, wie ich sie jetzt mal nennen mag. Zu späterer Stunde gesellte sich ein weiterer Modellbauer samt Bagger zu uns, dessen Fahrzeug im Original maximal im Steinbruch zu finden sein dürfte. Damit nicht genug: Den neuen 3D-Drucker ausprobierend, hat der Kollege eine Baggerschaufel konstruiert und gefertigt nach dem Vorbild „Kiste“. Selbst für einen Tagebau-Bagger dürfte das Exemplar zu groß gewesen sein und verfolgte lediglich das Ziel „Masse“ wegzuschaffen. Das tat der Bagger damit sicherlich auch in beeindruckender Weise. Der kistenförmige Löffel hielt den Belastungen auch stand (kein Wunder, angesichts von mindestens 5 mm Wandstärke). Mit Scale hatte die Baustelle dann jedoch nicht mehr viel zu tun. Innerhalb von Minuten war der gesamte Bereich umgegraben. In Ermangelung ausreichender Kippfahrzeuge bemühte sich der Fahrer auch nicht mehr groß um Lästige Dinge wie den Abtransport sondern hob einfach nur Eimer für Eimer das Areal aus, um den Abraum 10 cm daneben auf einen Haufen zu werfen. Innerhalb kürzester Zeit war der Tages-Bauauftrag erledigt, der vorgesehene Graben ausgehoben und der Fahrbereich für die Kipper mit Abraum voll. Nach dem Motto „Nicht Scale, aber fertig“. Auf jeden Fall war der Baggerfahrer mächtig stolz auf seine Umschlagleistung und seinen Eimer-Löffel.

Und die Moral von der Geschicht? Ich fürchte, die interessiert ihn nicht… 😀