Wandkonsole

 

Die mechanische Schwachstelle eines Laptops
ist häufig das Scharnier, mit dem das Display geklappt wird – es
bricht aus und macht das Gerät nicht mehr vernünftig nutzbar.
Was ist dann naheliegender (zugegeben, sicherlich nicht für jeden
das Naheliegendste…) als daraus eine Star Trek-Konsole zu bauen?
Die Idee war, den gesamten Laptop hinter einer Verkleidung
anzubringen und dann hängend an einer Wand einsetzen zu können.Da bei meinem alten Laptop das Scharnier bereits vollkommen defekt
war, entschied ich mich, das Display aus dem Gerät auszubauen.
Natürlich kann eine solche Wandkonsole auch gebaut werden, wenn
das Display noch im Laptop-Gehäuse befestigt ist. Allerdings wird
dann die Optik an der Vorderseite durch das Kunststoffgehäuse des
Laptops gestört und das Display kann nicht vollständig und
glatt an der neugebauten Verkleidung anliegen.

Demontage des Laptops

Zuerst wird der Laptop auseinander genommen. Die Schrauben
des Displays sind meist hinter Aufklebern, Gummipuffern oder Abdeckungen
versteckt und müssen zunächst freigelegt werden. Dann kann
das Display-Gehäuse, also die Kunststoffverpackung abgenommen werden.
Erst jetzt wird einem klar, wie schmal so ein TFT-Display wirklich ist
– in meinem Fall gerade mal 5 mm. Das Gehäuse kann getrost in den
Müll wandern.
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Das Display ist mit einer Datenleitung und einer Stromleitung
an den restlichen Laptop angeschlossen. Vielleicht ist auch noch eine
kleine Platine mit im Gehäuse untergebracht, die natürlich
auch in die Wandkonsole integriert werden muss.
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Bau der Konsolenfront

Als Front der Konsole kommt eine MDF-Platte zum Einsatz.
Dieses Material ist aus feinen Holzspänen zusammengepresst und
relativ weich. Der Vorteil: Durch die feinen Holzspäne ist später
auch an den Schnittkanten keine Holzstruktur zu erkennen und das Material
reißt nicht aus, wie das Sperrholzplatten gerne tun.Auf diese Platte werden nun zwei Maße übertragen: Einmal
das Außenmaß des Displays und einmal die äußere
Pixelkante, also die Kante des sichtbaren Bereichs des Bildschirms im
eingeschalteten Zustand. Links und rechts wird dann noch soviel Abstand
hinzugegeben, dass an beiden Kanten je eine Holzleiste hochkant montiert
werden kann. Zwischen diesen Holzleisten wird das Display später
eingeklemmt und in seiner Position gehalten.
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Um in den Ecken des Displays eine schöne Rundung
zu erreichen, wird nun in allen vier Ecken des sichtbaren Bildschirmbereichs
mit einem Forstnerbohrer ein Loch gebohrt. Die Kante des Lochs soll
exakt an die zuvor eingezeichneten Linien des sichtbaren Bildschirmbereichs
stoßen.
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Mit einer Stichsäge (und am besten mit einem Anschlag,
damit die Kanten schön gerade werden) wird nun die Öffnung
für das Display ausgesägt. Im unteren Bereich werden dann
die Abmessungen des restlichen Laptops eingezeichnet. Für Tastatur,
Touchpad, Schalter und (wichtig!) Lüftung wird ebenfalls ein entsprechender
Bereich ausgesägt.
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Links und rechts neben dem Display und unten, unter
dem Laptop, werden nun mit Dübeln entsprechende Holzleisten befestigt.
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Auf der unteren Leiste (rechts im Bild) steht später
das Unterteil des Laptops. Zwischen den beiden Leisten oben und unten
im Bild klemmt passgenau das Display.
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Einbau des Laptops

Nun kommt das Laptop-Unterteil in den entsprechenden
Bereich.
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Gesichert wird es mit vier Schrauben, die in die Holzleisten
gedreht werden. Die Schraubenköpfe sollen direkt am Gerät
anliegen und es so in alle Richtungen fixieren.
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In Starfleet-Grau (RAL 7001) lackiert wird das Ergebnis
immer greifbarer…
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Das Display wird nun in den oberen Bereich gelegt. Links
und rechts begrenzen die zuvor befestigten Holzleisten das Bauteil,
nach oben und unten kommen entsprechende weitere kleine Holzleisten
zum Einsatz. Um das Display nun auch von hinten in seiner Position zu
halten, werden von der Rückseite an allen vier Ecken kleine Holzklötze
hinter das Display gestellt und ohne Druck fixiert. Seitlich, durch
die äußeren Holzleisten, werden diese Klötze nun festgeschraubt.
So bleiben die Klötze in Position und fixieren das Display hinter
der MDF-Frontplatte.
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Weitere Verkleidung

Nun fehlen noch die Seitenteile. Da die Anschlüsse
des Laptops weiterhin nutzbar bleiben sollen, darf die weitere Verkleidung
nicht dick sein. Daher kommt eine silberne Polystyrol-Kunststoffplatte
mit einer Stärke von 1,5 mm zum Einsatz. An passender Steller werden
ein Loch für den USB-Anschluss und bei Bedarf weitere Öffnungen
eingebracht. Die Platten werden links und rechts einfach an den Laptop
geklebt.
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Ein wichtiges Thema ist noch die Lüftung. Da der
Laptop ja durch das Holzgehäuse rundum verpackt wird, muss man
für die Abfuhr der warmen Luft sorgen, um einen Hitzeschaden am
Gerät zu vermeiden.Dazu wird die obere Kante am Display mit einem dünnen Sperrholzbrett
verkleidet und eine relativ große Öffnung als Luftabzug eingesägt.
Diese Öffnung kann z.B. mit Fliegengitter geschützt werden.
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Bisher lastet das gesamte Gewicht des Laptops auf der
MDF-Frontplatte. Diese ist zum einen ohnehin nicht sehr stabil und zum
anderen wurden große Teile ausgesägt, was die Stabilität
zusätzlich verringert.Deshalb wird die Rückseite mit einer etwa 5 mm dicken, stabilen
Multiplex-Platte verschlossen und diese an die Holzleisten rundherum
angeschraubt. Im oberen Bereich der Konsole bleiben etwa 6 cm frei.Da das Gewicht des Laptops hauptsächlich auf der unteren Holzleiste
lastet und diese nun mit der Rückwand verschraubt ist, wird die
MDF-Frontplatte deutlich entlastet.

 

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Nun fehlt noch eine Vorrichtung zum Aufhängen der
Wandkonsole. Dazu wird eine Aluleiste, die genauso dick ist, wie die
Rückwand der Konsole, wie auf dem Bild zu erkennen an einer Kante
keilförmig abgeflacht.
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Die Leiste wird dann an den oberen Teil der Rückseite
geschraubt. Mit dieser Leiste kann die Konsole nun an einen Haken oder
eine Schraube in der Wand gehängt werden. Durch den Keil muss diese
Schraube nicht weiter aus der Wand herausstehen als etwa für ein
Bild. Da die Abflachung über die gesamte Breite der Konsole geht,
kann sie durch hin- und herschieben gerade gehängt oder idealerweise
sogar an zwei Schrauben gleichzeitig aufgehängt werden.
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Zur Abdeckung der Tastatur wird noch eine Platte abgerundet
und mit Griffen und einem Klettverschluss versehen. Je nach Luftzufuhr
des Laptops ist es vielleicht nötig, hier eine weitere Öffnung
vorzusehen und diese mit Fliegengitter zu hinterkleben, damit der Lüfter
des Computers Frischluft ansaugen kann.
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Warnaufkleber
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Typische rote Warnaufkleber als Vorlage

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