Tricorder mit Lauflicht-Modulen

Projekt und Fotos: Andi Pfeifer

Im Elektronik-Versandhandel gibt es eine ganze Reihe an Lauflicht-Modulen und Platinen für LEDs zum Selberlöten. Daraus müsste sich doch auch ein Tricorder machen lassen, dachte sich Andi und ging ans Werk. Und auch hier ist das Gute stets der Feind des Besseren. So hat Andi nach den Umbau-Erfahrungen mit Version 1 mit einer Version 2 weitergemacht.

 

Version 1

Er hat bei allen Blinkern und Lauflichtern auf Mini-Bausätze von verschiedenen Elektronik-Marken gesetzt. Diese sind meist recht kompakt und lassen sich mit gewissem Aufwand im Inneren einbauen. Leider musste dafür aber die Soundplatine weichen.

Das grüne Vierer-Lauflicht im Inneren ist mit einem 6er-Lauflicht-Bausatz so gelötet, dass die LEDs 1 und 6 den Doppelblinker an der Front bedienen. So konnten mit einem Bausatz zwei Lauflichter versorgt werden.

Die winzige Platine des Einer-bis-Sechser-Lauflichts kommt für den kleinen Dreifach-Blitzer im Innenteil (unten links) zum Einsatz. Die Platine des Bausatzes ist so ausgelegt, dass zwischen von einer bis sechs LEDs angeschlossen werden können, was eine schöne Flexibilität ermöglicht.

Für das typische grüne Laufband an der Tricorder-Front ist ein Achter-Lauflicht zum Einsatz gekommen. Die LEDs sind mit der Platine verbunden, die direkt hinter der Front sitzt. Die Bilder zeigen, dass die Platine etwas nachbearbeitet werden musste. Solange man dabei keine der Leiterbahnen beschädigt, ist das problemlos möglich.

Die Leitungen im Inneren werden mit Klebeband und Heißkleber gesichert. Bei der Verkabelung der Klappe hat Andi das Konzept der Messing-Scharniere aus meinem Tricorder-Projekt aufgegriffen. Geschaltet wird das ganze mit einem Reedschalter, der hinter der Schräge liegt, da ja die Stromquelle auch im Körper verbaut ist. Der Reedschalter ist auf dem Foto an der Außenkante zu sehen.

Im ausgefrästen Batteriefach hat eine 9V-Blockbatterie Platz. Somit mussten alle Dauer-LEDs und auch die Bausätze mit den entsprechenden Vorwiderständen versehen werden.

An der Batterieklappe sieht man auch die Verkabelung zu den Dauer-LEDs, die dort angebracht ist.

Die Front ist mit farbigem Heißkleber gefüllt. Die Farben kommen so ganz gut raus, allerdings sind die Oberflächen noch nicht eben. Hier wird noch nachgearbeitet. Nun folgen noch eine neue Lackierung und die neuen Aufkleber.

So sieht der (fast) fertige Tricorder dann live aus:





 

Version 2

Für den Umbau des Tricorders Version 2 übergebe ich das Wort an Andi:

In der Klappe  (Klappenunterteil) habe ich einen 3,7 Volt Lipo-Akku untergebracht. Daneben (blau) ist ein Lade-Modul verbaut, das über USB geladen wird. Für den USB-Stecker war an der Stirnseite des Deckels eine entsprechende Öffnung nötig. Das Modul zeigt über eine kleine LED auch den Ladestand an. Dafür habe ich an der Außenseite des Deckels ein winziges Loch gebohrt. So klein, dass es eigentlich nicht auffällt, aber die LED durchleuchtet. Außerdem habe ich noch so etwas ähnliches wie deinen Lipo-Blitzer (ganz links) verbaut, damit der Lipo vor Tiefentladung geschützt ist. Zum Schluss kamen auf dem Klappenoberteil noch die LEDs für Power und Emrg sowie der Magnet für den Reed-Schalter dazu. Bei den Scharnieren bin ich wie bei Model 1 vorgegangen.


Im oberen Teil habe ich wieder auf verschiedene Lauflicht-Bausätze gesetzt. Die Bausätze sind aber alle etwas kleiner und auf die 3,7V ausgelegt. Den Platz konnte ich gut gebrauchen, da ja dieses mal auch das Soundmodul erhalten blieb. Im Inneren ist es an seinem Platz geblieben. Dieses kann man wie beim Originalspielzeug über die drei Drucktaster bedienen. Zuerst hatte ich die LEDs am 4er-Lauflicht nur „aufgeklebt“.

Die LEDs an der Front habe ich dieses Mal mit Epoxy verklebt. Das Harz habe ich teilweise gleich passend eingefärbt. Ich hab die Löcher von außen mit Tesafilm zugeklebt und dann von innen „vergossen“. So ist dann die LED nach außen quasi bündig zur Oberfläche eingebaut. Das Epoxy härtet mit UV-Licht aus, hat den Vorteil, dass man es erst gut einpassen kann und es dann schnell fest wird.

Die Außenteile habe ich lackiert. Und die überflüssige Vertiefung für den Gürtelclip zugespachtelt. Das hat leider nicht so gut geklappt, da muss ich nochmal nacharbeiten…


Nachdem die LEDs an der Front eingebaut waren, war ein wenig Puzzelarbeit nötig um alle Module unterzubringen. Es wurde dann doch wieder recht eng.

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2 Kommentare zu “Tricorder mit Lauflicht-Modulen

  1. Ein paar Bilder eines sehr schönen Tricorder-Umbaus bekam ich von von Andi Pfeifer. Vielen Dank dafür! Sein Umbau schließt sehr schön die Lücke zwischen meinen beiden Projekten: Er kann weitaus mehr als einfach nur ein paar LEDs zu beleuchten, ist aber nicht so aufwändig wie mein Komplett-Umbau und auch mit deutlich weniger Hobbyraum-Equipment zu machen.

    Aber ich weiß schon, dass Andi schon an Version 2 seines Umbaus arbeitet… Mal schauen, ob da noch was kommt!

  2. Vielen Dank für den tollen Bericht zu meinem Umbauprojekt! Ebenso auch Danke für die guten Ideen und Anregungen von Deiner Website!
    Dank der Aufkleber nähert sich mein „Projekt 1“ nun der Fertigstellung. Bilder vom fertig lackierten und beklebten Tricorder reiche ich dann nach!
    Und wie oben schon geschrieben folgt dann irgendwann auch noch „Projekt 2“ – hoffentlich mit Sound und Akku 😉

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