PADDs – Die ultimativen Star Trek-Tablets

Als in den 80er Jahren die ersten Folgen „The Next Generation“ über den Fernseher flimmerten, waren tragbare Tablet-Computer, wie die Crew von Picard sie nutzte, noch undenkbar. Heute sind sie allgegenwärtig und haben die Art, Computer zu nutzen, komplett verändert – im Büro, auf dem Sofa und in der Öffentlichkeit. Und nicht nur einmal ist diskutiert worden, ob Steve Jobs bei der Erfindung des iPads nicht auch durch Star Trek inspiriert wurde. 

Hier kommen, neben Laptops, diverse PADDs mit LCARS-Notizzetteln zum Einsatz.

Das PADD – die Abkürzung mit doppeltem „D“ steht im Star Trek-Sprachgebrauch für „Personal Access Display Device“ – in der Form, wie wir es hier nachbauen, ist in der einfachsten Form als unverwüstliche Larp-Requisite gedacht und besteht einfach aus Holz. Mit einem passenden Einlegeblock im LCARS-Design entsteht ein hinreichend passendes Accessoire für das Liverollenspiel. Es ist stylisch genug, um als Intime-Gegenstand genutzt zu werden, aber auch praktisch, um einfach mal schnell eine Notiz zu machen.

Die gesägte Version

MDF sägen

Basis ist eine MDF- oder Hartfaserplatte in der Stärke 3 oder 4 mm aus dem Baumarkt. Diese kann man in der Holzzuschnitt-Abteilung auf die benötigten Abmessungen zuschneiden lassen. Benötigt werden 2 Platten mit 14,8 x 21 cm und eine Platte mit 14,1 x 20 cm Seitenlänge. Vorteil von MDF ist, dass es sich sehr leicht bearbeiten lässt und auch an Sägekanten keine Splitter oder ähnliches hinterlässt sowie keine Maserung hat. Denn MDF sind im Grunde verpresste, feine Sägespäne.

Als nächstes wird diese Vorlagenzeichnung heruntergeladen, ausgedruckt, ausgeschnitten und auf die Holzplatten übertragen. Dazu wird die Schablone am besten mit Klebeband oder einem Tropfen Klebstoff auf dem Holz fixiert und dann mit einem Bleistift übertragen.

Zeichnung
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Schablone für Star Trek PADDs

Nun gehts ans Aussägen. Hierfür eignet sich sehr gut eine Dekupiersäge. Damit kann man in kürzester Zeit auch einen ganzen Schwung an PADDs herstellen. Ebenso eignet sich aber auch eine normale Laubsäge, wenn es ein Einzelstück werden soll. Um auf dem vorderen Brettchen die Innenteile auszusägen, sollte man am besten erst ein kleines Loch hineinbohren, dann das Sägeblatt der Säge lösen, hindurchfädeln und wieder einspannen. Anschließend werden die Kanten noch etwas glatt geschliffen.

Lackieren

Im nächsten Schritt geht es an die Farbgebung. Ich verwende gerne Acrylfarbe auf Wasserbasis. Der Grauton ist unser Standard-Sternenflotten-Frau RAL 7001. Beim Lackieren werden nur die sichtbaren Bereiche bemalt. Das spart zum einen Farbe, zum anderen – viel wichtiger – der Leim hält besser auf unlackierten Flächen.

Verleimen

Die schwarze Innenplatte wird vollflächig mit der Rückplatte verleimt, bei der Vorderseite trägt man am besten den Leim auf die unlackierte Innenseite auf. Die drei Platten werden dann zusammengedrückt. Dabei können sich die Platten etwas gegeneinander verschieben, das ist noch problemlos korrigierbar. Ausgetretener Leim wird mit Wasser entfernt und dann die Platten beschwert oder mit Klemmen fixiert, bis der Leim abgebunden ist.

Design

Für das Finish braucht es nun noch ein paar Tasten und Bedienelemente. Diese habe ich aus Polystyrol-Platten (PS) geschnitten und lackiert. Im Grunde kann man hier aber der Fantasie freien Lauf lassen. Von irgendwelchem Bastelmaterial über Moosgummi bis hin zu Kartonstückchen geht alles. Im Original sind grüne kleine Tasten und eine alufarbige größere Bedienfläche vorhanden. Die Plättchen werden dann mit Alleskleber aufgeklebt. Hier kann man aber auch einfach nur ein Stückchen Papier bemalen oder bedrucken.

Auf der Rückseite ist noch einer der typischen roten Warnaufkleber fällig.

Warnaufkleber
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Typische rote Warnaufkleber als Vorlage

Fertig

Auch hier PADDs in verschiedenen Ausführungen

Die gelaserte Version

Diese ganzen Online-Bestellportale laden ja zu allerhand Spielerei ein. Bei Formulor.de stieß ich auf einen Anbieter, bei dem man Laserschnitte und Gravuren in allerhand Materialien fertigen lassen konnte. Da konnte ich nicht widerstehen und habe eine Sammelbestellung angestoßen. Neben dem oben schon gezeigten Modell habe ich noch eine querformatige Variante entworfen.

PADD hoch
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Hochformatiges PADD als Lasercut-Vorlage

PADD quer
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Querformatiges PADD als Lasercut-Vorlage

Man wählt dort das gewünschte Material und die Abmessungen, lädt die Dateien hoch und klickt sich durch den Bestellprozess. Wenig später wird das Material – wohlgemerkt die gesamte bestellte Platte inklusive Verschnitt – mit den gelaserten Konturen nach Hause geliefert. Das Ergebnis war schon beeindruckend und natürlich sehr viel genauer als in der selbst gesägten Version.

Lackieren und Verleimen funktioniert genauso wie zuvor beschrieben, da das Material identisch ist. Auch die Designteile sowie der rückseitige Aufkleber sind gleich.

Das „Display“

Das Display – auch in der Fernsehserie übrigens nur ein bedrucktes Stück Papier – ist nun der letzte Schritt für das nötige Star Trek Look-and-Feel. Hier wären zunächst zwei Entwürfe von mir aus dem Bereich des Star Trek-Engineerings.

PADD-Einleger
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PADD-Einlage mit einem technischen Fließtext

PADD-Einleger
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Padd-Einlage mit Technobabble-Begriffssammlung

Notizblöcke

Und schließlich haben wir, um das PADD tatsächlich auch als Notizblock nutzen zu können, Schreibblöcke bzw. Haftnotizblöcke drucken lassen. Diese passen im Format DIN A7 genau in die obere Bildschirmöffnung. Beim Haftnotizblock ist es fast schon ein Running-Gag, mit einem beschriebenen Zettel eine „Datenübertragung“ auf ein anderes PADD anzustoßen…

Hier sind die Vorlagen, um selber bedruckte Blöcke zu bestellen oder um sie einfach auszudrucken und einzeln einzulegen.

Schreibblock
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Vorlage für einen PADD-Einleger

Haftnotizblock
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Vorlage für einen PADD-Einleger
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